2.Weltkrieg,Luftangriffe,Besetzung und Kriegsende 1945

Die verstärkte Militarisierung und der Kriegsverlauf machten sich natürlich auch in Lustnau bemerkbar.Zum einen wurden immer mehr männliche Bewohner zum Wehrdienst eingezogen zum anderen war auch mehr Militär in Lustnau zu sehen.

Meist handelte es sich Einheiten der in Tübingen stationierten Verbände , oder aber um durchmarschierende Wehrmachtseinheiten auf dem Weg zur Front.

Zum Teil waren die Soldaten in Privatwohnungen einquartiert.

 

Im Verlaufe des Krieges wurde im hinteren Teil der Frottierweberei noch der Sanitätspark V eingerichtet.

 

Nach Berichten von Zeitzeugen war im Bereich Gartenstraße/Umgehungsbrücke sowie Gartenstraße/GWG Häuser 1944/45 eine gewisse Zeit Flugabwehrgeschütze stationiert.

Wobei nicht ganz klar ist ob die Kasernen oder Fabrikanlagen geschützt werden sollten.

Die Geschützbesatzung war teiweise in Privatwohnungen einquartiert.

Panzerkampfwagen I Ausf.B  Panzerreiment 8 (Böblingen) in Lustnau
Im Juni 1940 stehen Panzer I Ausf.B des Panzerregiments 8 aus Böblingen in der Dorfackerstrasse. (Foto: L.Heinrich)
Polizei Regiment 3 in Lustnau 1940
Vermutlich Angehörige des 1940 als OKH Reserve in Tübingen stationierten Polizei Regiment 3 ca. in der Nürtingerstraße.
Lustnau 1940
Lustnau 1940
Lustnau 1940
Die Militärpferde grasen an der Ammer.Im Hintergrund das Fußgängerbrückle.
Lustnau 1940
In der Nürtingerstraße.
Lustnau 1940
Lustnau 1940

Die Aufnahme um 1939 zeigt in Tübingen stationierte Wehrmachtssoldaten bei einer Übung am Neckardamm im Bereich der heutigen CHT.
Im Hintergund der Österberg und die ersten Häuser in der Gartenstraße.

Rechts im Hintergrund  die 1939 fertiggestellte Brücke der Umgehungsstraße und ganz schwach zu sehen der Stäudach/Friedhofstraße.

(Foto:D.Finkbeiner)

Lustnau
Kinder laufen in der Nürtingerstraße einer Gulaschkanone hinterher.
Ein Pferdetross mit Heeresfeldwagen auf dem Alber- Mai 1940. (Foto:Erna Winter)
Ein Pferdetross mit Heeresfeldwagen auf dem Alber- Mai 1940. (Foto:Erna Winter)

Im Jahr 1944 kam es durch alliierte Luftangriffe im Bereich der Pfrondorferstraße durch Luftminen zu Zerstörung von Wohngebäuden . 

Luftangriff 1944 Lustnau
Die durch die alliierten Luftangriffe 1944 zerstörten Wohngebäude im Bereich der Pfrondorferstraße. (Foto: H.Walker)
Durch Luftangriff 1944 zerstörtes Wohngebäude. (Foto: H.Walker)
Durch Luftangriff 1944 zerstörtes Wohngebäude. (Foto: H.Walker)
Luftangriff 1944 Lustnau
1944 beschädigtes Wohngebäude an der Pfrondorferstraße. (Foto: H.Walker)

Luftschutz in Lustnau

Luftschutz in Lustnau
Lustnauer Frauen als Angehörige im RLB nach einer Luftschutzübung um 1940.(Foto:Stiegler/Märkle)
Luftschutz in Lustnau
Luftschutz in Lustnau

Gruppenfoto mit Schutzanzug,Luftschutzgasmaske und Feuerwehrhelm bzw. Stahlhelm M18.

(Foto: Vereinsarchiv)

Luftschutzpfeil

Auch heute noch sichtbar,ein weißer Pfeil der auf den Notausgang eines Luftschutzkellers hinweist.

(Foto:Frank Märkle 2013)

Luftschutzsteine

An einer Hauswand in Lustnau befestigte Luftschutzsteine aus Beton mit Tragegriff, die vor LS-Kellerfenster gelegt wurden.

(Foto: Frank Märkle 2013)

luftschutz in Lustnau

Aufnahme einer Kellertüre aus Holz mit zweifacher Verriegelung in einem Lustnauer Gebäude.

Im Ernstfall diente sie als gassicherer Schutzraumabschluß.Die gassichere Flächendichtung erfolgte durch ein auf die Türauflage afgeklebtes Filzband, auf das bei Luftgefahr aus einer Tube eine kampfstoffsichere Dichtmasse aufgetragen werden konnte.

(Foto: Frank Märkle 2013)

 Besetzung von Lustnau durch die französische Armee am 19.April 1945

Am 19.April 1945 um die Mittagszeit marschierten Teile der französischen Panzerabteilung CC5 in Lustnau ein.

Die deutsche Wehrmacht (Reste der 19.Armee) hatten sich zur Albrandstellung zurückgezogen, oder hielten sich noch im Schönbuch versteckt.

Leider, oder auch verständlicherweise gibt es aus dieser Zeit wenig Fotos.

Die nachfolgenden Aufnahmen stammen vom französischen Militärarchiv ECPAD, vom Stadtarchiv Tübingen, von Margot Zach * Restle, und vom Vereinsarchiv.

 

Lustnau 18.April 1945

Luftaufnahme amerikanischer Aufklärer vom 18.April 1945 über Lustnau und dem Neckartal. Gut zu sehen die Umgehungsstraße sowie der alte Neckarverlauf.

Der Güterbahnhof zeigt erheblich Bombentreffer.

(Foto:Stadtarchiv Tübingen)

Blick auf die von der Wehrmacht am 19.April 1945 um ca.9.30 Uhr gesprengte Neckarbrücke. Auf dem Foto ebenfalls zu sehen ein auf dem Dach der Dorfackerschule angebrachtes Rotes Kreuz. (Foto: Vereinsarchiv)

In den Wäldern versprengte Wehmachtsoldaten werden gefangen genommen.(Foto:ECPAD)
In den Wäldern versprengte Wehmachtsoldaten werden gefangen genommen.(Foto:ECPAD)
Durchschossenes Ortsschild von Lustnau.(Foto:ECPAD)
Durchschossenes Ortsschild von Lustnau.(Foto:ECPAD)
Vor lauter Staub nichts zu erkennen, vermutlich in der Pfrondorfer Straße.(Foto:ECPAD)
Vor lauter Staub nichts zu erkennen, vermutlich in der Pfrondorfer Straße.(Foto:ECPAD)
Lustnau 1945
Blick über die Umgehungsstraße zur gesprengten Neckarbrücke.(Foto:ECPAD)
Lustnau 1945
Französisches Militär am Österberg.(Foto:ECPAD)
Lustnau 1945
Gefechte im Neckartal.Im Hintergrund der Haltepunkt Lustnau und die Firma Beka.(Foto:ECPAD)
Vorratsbunker der Wehrmacht im Wald.(Foto:ECPAD)
Vorratsbunker der Wehrmacht im Wald.(Foto:ECPAD)
(Foto:ECPAD)
(Foto:ECPAD)
(Foto:ECPAD)
(Foto:ECPAD)
Die befreiten Alliierten Kriegsgefangene am Straßenrand.(Foto:ECPAD)
Die befreiten Alliierten Kriegsgefangene am Straßenrand.(Foto:ECPAD)
(Foto:ECPAD)
(Foto:ECPAD)
Vormarsch im Kreis Tübingen auch mit ehem.Wehrmachtsfahrzeugen.(Foto:ECPAD)
Vormarsch im Kreis Tübingen auch mit ehem.Wehrmachtsfahrzeugen.(Foto:ECPAD)
Das geschlagene deutsche Heer auf dem Weg in die Gefangenschaft.(Foto:M.Zach)
Das geschlagene deutsche Heer auf dem Weg in die Gefangenschaft.(Foto:M.Zach)
(Foto:M.Zach)
(Foto:M.Zach)
Ein französischer Besatzungssoldat bewaffnet mit einer Schrotflinte nach erfolgreicher Jagd.(Foto:M.Zach)
Ein französischer Besatzungssoldat bewaffnet mit einer Schrotflinte nach erfolgreicher Jagd.(Foto:M.Zach)